Wer viel liegt, ist gefährdet: Dauerhafter Druck auf dieselben Hautstellen kann zu einem Druckgeschwür (Dekubitus) führen. Mit der richtigen Matratze und regelmäßiger Lagerung lässt sich das Risiko deutlich senken.
Dieser Ratgeber erklärt, welche Hilfsmittel vorbeugen und worauf pflegende Angehörige achten sollten.
Wie ein Dekubitus entsteht
Ein Dekubitus entsteht, wenn das Gewicht des Körpers über längere Zeit auf eine Stelle drückt und die Durchblutung der Haut beeinträchtigt. Besonders gefährdet sind knochennahe Bereiche wie Steiß, Fersen, Hüften und Schultern – vor allem bei Menschen, die sich kaum selbst bewegen können.
Antidekubitus-Matratzen und Auflagen
Spezielle Matratzen verteilen den Druck gleichmäßiger oder verändern ihn aktiv. Welches System geeignet ist, richtet sich nach dem individuellen Risiko und dem Pflegezustand.
- Weichlagerung: druckverteilende Schaummatratzen für ein geringeres bis mittleres Risiko
- Wechseldruck: motorbetriebene Systeme, die den Auflagedruck regelmäßig verlagern, bei höherem Risiko
- Ergänzend: Fersen- und Lagerungshilfen zur gezielten Entlastung
Lagerung und Bewegung im Alltag
- Regelmäßiger Positionswechsel entlastet gefährdete Stellen.
- Ein höhenverstellbares Pflegebett erleichtert rückenschonendes Umlagern.
- Haut täglich beobachten – bleibende Rötungen sind ein Warnsignal.
- Bei bestehenden Hautschäden ärztlichen oder pflegerischen Rat einholen.
Wer zahlt die Versorgung?
Antidekubitus-Hilfsmittel sind Hilfsmittel nach § 33 SGB V und werden bei medizinischer Notwendigkeit auf ärztliche Verordnung von der Krankenkasse übernommen. Reichen Sie die Verordnung einfach über Curanova ein.
Brauchen Sie eine Versorgung im Bereich Pflegebetten? Wir beraten Sie persönlich und übernehmen die Abstimmung mit Ihrer Kasse.
Mehr zu Pflegebetten →Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung. Über die Kostenübernahme entscheidet im Einzelfall Ihre Kasse.
