Medizinische Kompressionsstrümpfe gibt es in vier Kompressionsklassen (KKL). Sie unterscheiden sich im Andruck, den der Strumpf auf das Bein ausübt. Welche Klasse für Sie richtig ist, legt die ärztliche Verordnung fest.
Hier erfahren Sie, was die Klassen bedeuten und in welchen Situationen sie typischerweise eingesetzt werden.
Die vier Kompressionsklassen im Überblick
| Klasse | Andruck | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| KKL 1 – leicht | gering | Schweregefühl, beginnende Venenbeschwerden, leichte Krampfadern |
| KKL 2 – mittel | mittel | Ausgeprägtere Krampfadern, nach Venenverödung, nach Thrombose |
| KKL 3 – kräftig | hoch | Chronische Veneninsuffizienz, ausgeprägte Ödeme |
| KKL 4 – sehr kräftig | sehr hoch | Schwere Lymphödeme, ausgeprägte Stauungszustände |
Orientierung – die konkrete Auswahl trifft die verordnende Ärztin oder der Arzt.
Warum der exakte Sitz entscheidet
Die richtige Klasse allein genügt nicht – der Strumpf muss exakt passen. Ein zu weiter Strumpf entfaltet keine Wirkung, ein zu enger kann einschnüren. Deshalb werden medizinische Kompressionsstrümpfe fachgerecht angemessen.
Rund- oder Flachstrick?
Rundstrick ist die klassische Versorgung bei Venenleiden. Flachstrick wird mit einer Naht gefertigt, ist kräftiger und formstabiler und kommt vor allem bei Lymph- und Lipödemen zum Einsatz.
Brauchen Sie eine Versorgung im Bereich Kompressionsstrümpfe? Wir beraten Sie persönlich und übernehmen die Abstimmung mit Ihrer Kasse.
Mehr zu Kompressionsstrümpfe →Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung. Über die Kostenübernahme entscheidet im Einzelfall Ihre Kasse.
